Archive for the ‘Mut’ Category

Meine Ghana-Reise

Für manche mag eine Reise nach Schwarzafrika selbstverständlich sein, für mich absolut nicht. In den letzten Jahrzehnten bin ich hauptsächlich in Europa unterwegs gewesen, der Herausforderungsfaktor war dabei überschaubar. Sehr viele Fragen haben mich daher im Vorfeld bei dieser doch ganz anderen Reise beschäftigt: von Impfen über Hygiene, Gewalt, Hitze.

Bei all den Überlegungen habe ich festgestellt, dass ich tatsächlich auf diesem Gebiet ein Hahnenfuß bin, und ich habe eine Portion Mut gebraucht, um als Journalistin die Einladung eines EU-Projekts zur Förderung von Fairtrade anzunehmen. Letztlich bin ich sehr froh, dass ich mir selbst ausreichend Mut machen konnte und mich in dieses Abenteuer gestürzt hab. Die Reise hat mich mit sehr vielen zum Großteil wunderbaren Eindrücken zurückgelassen, darüber habe ich auch einen Blog für das Magazin Welt der Frau geschrieben.

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Zukunftsressource Mut

Mit meinen Mutschwestern Ira Mollay, Julia Fabich und Irmgard Kravogel habe ich 20 Seiten zum Thema Mut im Magazin SOL (Menschen für Solidarität, Ökologie und Lebensstil) gestaltet.

Ich freue mich sehr, dass die Ausgabe nun am 1. September 2013 erscheint. Es war viel Freude, aber auch viel Arbeit, das Thema so umfassend zu beleuchten: von der Betrachtung verschiedener Mutarten bis zu Geschichten mutiger Personen, von historischen Abrissen bis Mut bei Frauen oder Mut  in Beziehungen und noch vieles mehr. Hier schon mal die Online-Version: SusA63

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„Mama Mutig“ gründet das erste Frauendorf Kenias

„Eine Frau ist wie ein Stock. Wenn er zerbricht, holst du dir einen neuen“, zitiert die Kenianerin Rebecca Lolosoli in ihrer Biografie „Mama Mutig“ ein Sprichwort ihres Stammes, der Sumburu, das mit selbstverständlicher Grausamkeit gelebt wird. Es ist Alltag, dass die Frauen von ihren Ehemännern verprügelt, nach Vergewaltigungen durch britische Soldaten aus dem Haus geworfen werden, und ihnen jeder Besitz verweigert wird. Als Rebecca Lolosoli mit neun Jahren miterlebt, wie eine befreundete Frau von ihrem Mann ohne Folgen für ihn zu Tode geprügelt wird, schwört sie sich, als Erwachsene gegen diese alltäglichen Unmenschlichkeiten vorzugehen. Und dieses Versprechen löst sie ein.

Nach ihrer Zwangsheirat macht sie einen Laden auf, der bald zur Anlaufstelle für Frauen wird. Dort taucht bei den Frauen des Dorfes das erste Mal der Gedanke auf, dass sie die Gewalt der Männer nicht widerspruchslos erdulden müssen. Bald nimmt sich Rebecca, die Tochter des ehemaligen Dorfchefs, kein Blatt mehr vor dem Mund und tritt als Sprecherin der Frauen auf. Das erste Wunder geschieht, als sie Anfang der 90er Jahre am Unabhängigkeitstag eine Rede halten darf. Spätestens da wird sie nur noch „Mama Mutig“ genannt.

Als der Druck auf sie und die Frauen wächst und sie zunehmend zur Zielscheibe der Wut der Männer werden, bis sie selbst mit den Worten „Du bist nur eine Frau!“ fast zu Tode geprügelt wird, ist die Idee, als Frauen in einem Dorf zusammenzuleben, geboren. Gemeinsam schaffen sie es, das erste Frauendorf Kenias zu bauen, eine Schule zu gründen und später sogar das Land rechtmäßig zu besitzen. Und Rebecca wird die erste Sumburu-Frau, die offiziell von ihrem gewalttätigen Mann geschieden wird, und die erste Frau, die sich zur Wahl in den Samburu-Rat stellt. 2010 wird sie in den USA mit dem Vital Voices Fern Holland Award ausgezeichnet. Den Preis hat Hillary Clinton für Frauen, die die Welt verändern, ins Leben gerufen.

Ein ermutigendes Buch, das einem auch erleichtert zurücklässt. Denn die geballte Gewalt im ersten Teil des Buches ist selbst beim Lesen nicht ganz leicht zu verdauen. Bei jedem Schritt, der in Richtung selbstbestimmtes Leben führt, möchte man umso mehr mitjubeln.

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Paul Guest stürzte mit 12 Jahren kopfüber mit dem Fahrrad in die Querschnittlähmung. Mutlos hängt er an Schläuchen, in der Reha, im Rollstuhl. Das Blatt beginnt sich in Richtung Mut zu wenden, als er plötzlich und unerwartet seine Berufung entdeckt, die er eindrucksvoll in seiner Biografie „Noch eine Theorie über das Glück“ beschreibt: „Ich tippte mit dem Mundstück, was ich hörte, so gut ich es hinbekam, und als ich damit fertig war, war ein Teil meines Gehirns entflammt oder voller Licht. So beschrieb ich mir die Empfindung, als ich wie elektrisiert dasaß. Es stand außer Zweifel, dass ich auf etwas gestoßen war, das mein Innerstes betraf – wer ich war und wer ich werden könnte, und rings um mich knisterte die Zukunft wie ein Gewitter.“ 

Ab diesem Moment, als ihm sein erstes Gedicht im wahrsten Sinne des Wortes einschoss, zieht in das Leben in eine eindeutige Richtung: Er will Dichter werden und er tut alles dafür.

Eine auch sprachlich äußerst empfehlenswerte mutmachende Biografie:

Weitere mutmachende Biografien werden folgen. Ich lese seit vielen Jahren fast ausschließlich Biografien, da ich es faszinierend finde zu sehen, welche Vielfalt an Ressourcen uns Menschen zur Verfügung steht. Manchmal scheinen die Ressourcen einem selber ja abhanden zu kommen. Eine Biografie zu lesen, kann die Erinnerung zurückholen.

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Mut zur Berufung

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Ich liebe Geschichten. Insbesondere Geschichten von Menschen. Seit Jahren lese ich eine Biografie nach der anderen. Ich finde, man kann sehr viel lernen für das eigene Leben, wenn man liest, wie andere Hürden überwunden haben, welche Ressourcen sie wie entwickelt haben, um voranzukommen. Deshalb habe ich bei den Mut-Karten auch eine eigene Kategorie „Vorbilder“ geschaffen.

Und diese Geschichte von J.K. Rowling liebe ich besonders. Sie ist eine spezielle Mutmacherin, finde ich.

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Bitte zum Lesen auf die Karte klicken

Ich habe lange nachgedacht über die Konzeption meiner Mutkarten. Einerseits wollte ich etwas anbieten, womit jeder selbst an sich und seinem Anliegen arbeiten kann, selbst etwas tun kann, um den Mut im eigenen Leben zu vergrößern.

Andererseits wollte ich nicht noch mehr Stress durch dauerndes Tunmüssen schaffen. Stress haben wir alle ohnehin schon genug. Also habe ich mich für eine Mischung aus Aktivsein und Entspannung entschieden.

So ist bei den Übungen naturgemäß etwas zu tun, wenn man möchte, bei den Zitaten aber kann man sich einfach zurücklehnen, Fotos und den Spruch genießen und wirken lassen.

Die Fotos, die wir für die Kategorie „Zitate“ verwendet haben, sind übrigens alle von mir. Das freut mich insofern, da ich mich sehr lange mit Fotografie beschäftigt habe und lange sehr leidenschaftlich fotografiert habe. So kommt alles irgendwann einmal zum Einsatz, was man liebt. Manchmal dauert es eben, bis sich Wege auftun.

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Mut zum Optimismus

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Das ist eine meiner Lieblings-Karten aus der Kategorie „Tipps“. Obwohl ich jetzt auch gestehen muss, dass alle meine Karten meine Lieblingskarten sind…

Einfach ein wunderbarer Film. Wirkt besonders, wenn man grad kein Licht am Horizont sieht.

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Mut zur Unvernunft

Das ist eine meiner Lieblingskarten aus der Kategorie „Mut-Übung“. Wenn man auf die Karte klickt, kann man sie auch gut lesen.

Mein Mut zur Unvernunft hat in meinem Leben schon oft eine positive interessante Wende gebracht. Klar schlottern einem ein wenig die Knie, wenn man zum Beispiel ablehnt, ein Buch zu schreiben, wenn es sich nicht richtig anfühlt. Aber das Glücksgefühl ist dann umso größer, wenn man dann genau das Buch schreiben kann, das einem am Herzen liegt. So geschehen bei meinem Auszeit-Buch.

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Mut zum Anfassen

Etwas mit den Händen zu tun, bekommt langsam wieder mehr Stellenwert, lange war es verpönt. Dazu habe ich einen – hoffentlich ermutigenden – Kommentar im Magazin Lebensart, 5/2012 geschrieben:

Sinne-volles tun

Hand aufs Herz: wann haben Sie zuletzt Marmelade gerührt, Holz gehackt oder einfach nur einen Knopf angenäht? Dabei entgeht uns dadurch eine Menge. Mag sein, dass es effizienter und output-optimierter ist, dies der Marmelademanufaktur, dem Forstarbeiter oder der Oma zu überlassen. Aber wo holen Sie sich dann das Futter für ihre mindestens fünf Sinne? Das Vergnügen zu erleben, wie der Duft des Obstes den Raum erfüllt, zu staunen, wie viele Kilo Marillen in drei kleine Gläser passen. Die Hände an der Maserung des Holzes entlang gleiten zu lassen und – zack – die Kraft des Schlages zu spüren, der die Materie spaltet. Die Freude, den filigranen Faden richtig anzugreifen und wackelig, aber doch, durch das Öhr zu bringen und aus etwas Wegschmeißwürdigem wieder etwas Tragbares gemacht zu haben.

Sehnen wir uns nicht alle nach sinnvollem Tun? Wie wäre es, wenn wir mit sinne-vollem Tun beginnen? Denn vielleicht kommt der Begriff sinnvoll ja von der Verwendung unserer Sinne.

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